Unsere Schützlinge
Samanta Chicaiza
Die eineinhalbjährige Samanta ist unser neuester Schützling. Sie wurde ohne den linken Unterarm geboren. Samantas Oma, Carman Lozano, hat uns einen Brief geschrieben (Lesen Sie Carmen Lozanos Brief) und bittet um unsere Unterstützung.
Wir haben beschlossen, das Geld für eine Prothese und die erforderliche Nachbehandlung aufzubringen, um Samanta so ein möglichst uneingeschränktes Leben zu ermöglichen.
Joel Manobanda
Joel ist fünf Jahre alt. Seine Familie ist indigen und lebt in Guaranda (1,5 Stunden von Riobamba entfernt). Joel wurde im Februar 2011 in einen Autounfall verwickelt, als er mit seinen zwei Freunden auf dem Weg zur Schule war. Seine Schulkameraden sind glücklicherweise mit dem Schrecken davon gekommen, doch Joels Bein ist unter den Reifen gekommen. Joel wurde sofort in das Kinderkrankenhaus Baca Ortiz eingeliefert. Trotz intensiver Bemühungen der Ärzte musste ihm sein Bein abgenommen werden.

Dank großzügiger Spenden, den Einnahmen aus dem Verkauf ecuadorianischer Waren und des Erlöses aus dem Benefizkonzert waren wir in der Lage die Prothese für Joel zu finanzieren und die Folgeanpassungen und -therapie sicherzustellen. Mittlerweil übt Joel schon fleißig mit der Prothese umzugehen.
Projekt für hörgeschädigte Kinder
Dank der Sachspenden von das Ohr Konstanz und Widex, sowie des ecuadorianischen Hals-Nasen-Ohren-Arztes Dr. Rodriguo Castrillon ist es uns möglich, mehreren hörgeschädigten Kindern Hörgeräte zur Verfügung zu stellen. Dadurch können sie wieder die Schule besuchen und am Unterricht teilnehmen. Bei diesem Projekt kooperieren wir eng mit der Stiftung der Freiwilligen Damen, die die notwendigen Batterien bereitstellen und die Kosten für die Anfahrt zum Krankenhaus übernehmen.
Darlin Armijos
Darlin ist zehn Jahre alt und kommt aus der Provinz Pichincha. Im Mai 2010 ist er zum Spielen auf die Dachterasse geklettert. Dabei kam er über einen Stock, den er in der Hand hielt, indirekt mit der Hochspannungsleitung in Berührung. Aufgrund der Verbrennungen, die er sich dabei zugezogen hat, musste ihm der rechte Arm und das linke Bein abgenommen werden. Darlins rechtes Bein konnte gerettet werden und sein Gesundheitszustand ist derzeit stabil. Er besucht den Unterricht in einem Schulzentrum und erhält psychologische Behandlung. Dank der Weihnachtsmarkteinnahmen und vielen privaten Spenden konnten wir die notwendige Summe für Darlins Prothesen überweisen und eine Rücklage für die Folgebehandlung bilden. Darlin hat die Prothesen erhalten und uns einen Dankesbrief geschrieben (Lesen Sie Darlins Dankesbrief).
Dayana Mecias
Dayana ist sechs Jahre alt und kommt aus Guallabambame, das circa 29 km östlich von Quito liegt. Im Moment besucht sie die zweite Klasse der San-Francisco-Grundschule in Quito. Vor einem Jahr wurde Dayana beim Spielen mit ihrem Bruder und Freunden von einem herabfallenden Kabel getroffen und verletzt. Die Feuerwehr leistete Erste Hilfe und brachte sie ins Kinderkrankenhaus Baca-Ortiz. Dennoch verlor Dayana in Folge dieses Unfalls ihre linke Hand. Sie hat uns einen Brief geschrieben (Lesen Sie: Dayanas Brief), da sie unsere Hilfe zur Finanzierung einer Prothese benötigt.
Wir haben das Geld für Dayanas Prothese und Nachbehandlung zusammenbekommen. Wie Dorian hat auch sie uns einen kleinen Dankesbrief geschickt.

Dorian Poveda
Dorian ist zehn Jahre alt und lebt mit seiner Familie in Quito. Er besucht die Saulo-Schule der Pfarrgemeinde Calderon in San José de Moran. Im März letzten Jahres war er mit seiner Cousine auf der Terasse, die dort Wäsche aufhängte. Er wollte im Spiel einen Fahneneid schwören und nahm deshalb eine Gardinenstange in die Hand. Dabei erhielt er einen elektrischen Schlag und erlitt Verbrennungen. Er verlor die Zehen seines rechten Fußes. Im Krankenhaus musste man ihm auch die rechte Hand amputieren. Da seine Familie nicht genügend Geld hat, haben sein Vater und er uns um Hilfe gebeten (Lesen Sie: Dorians Brief). Wir haben daraufhin beschlossen, Dorian eine Handprothese und die Nachbehandlung zu finanzieren.
Dorian hat seine Prothese erhalten und übt begeistert mit ihr umzugehen. Er hat uns einen Brief geschrieben, in dem er sich für die Hilfe bedankt und voller Zuversicht in die Zukunft schaut (Lesen Sie: Dorians Dankesbrief).

Nataly Moreno
Nataly ist zehn Jahre alt und kommt aus dem südlichen Teil Quitos. Das Viertel „La Lucha de los Pobres“ ist von dem armen Teil der Hauptstadtbevölkerung bewohnt. Im vorletzten Jahr spielte sie mit ihren Freunden auf dem Dach. Dort laufen sämtliche Hochspannungsleitungen entlang, die nicht isoliert oder abgesichert sind. So kam es dazu, dass sie durch das Besteigen der Metalltreppe einen schweren Stromschlag durch ein Hochspannungsfeld erlitt und sofort ins Krankenhaus Baca-Ortiz eingewiesen wurde. Zunächtst musste ein Bein, später auch das andere und ein Arm abgenommen werden, da sie starke Verbrennungen erlitten hatte und sonst daran gestorben wäre.
Zunächst ging sie dreimal in der Woche ins Krankenhaus zur Therapie und lernte den Rollstuhl zu benutzen und Muskeln aufzubauen. Sie hat gelernt mit dem linken Arm zu Schreiben. <
Für die Finanzierung der Prothesen kooperieren wir mit dem Roten Kreuz. Während das Rote Kreuz die Beinprothesen finanziert, konnte unser Verein dank großer Unterstützung das Geld für die Armprothese aufbringen. Nachdem sich die Anpassung der Prothese wegen ihres starken Wachstums verzögert hatte, hat Nataly jetzt ihre Armprothese bekommen. Nataly hat auch eine künstliche Hand, die sie über den Prothesenhaken überziehen kann. Nataly bleibt in psychologischer und physiotherapeutischer Behandlung.
Morelia Wajuyat Chupi
Sie ist der Anlass für die Gründung des Vereins. Ihre Heimat liegt im Dschungel Ecuadors im Osten des Landes. Dort wurde sie von einer Schlange gebissen. Ihre Eltern hatten zunächst nicht das Geld und die Möglichkeit, sie in ein Krankenhaus zu bringen und somit war es schon zu spät, als sie im Krankenhaus ankam. Sie verbrachte einige Monate auf der Infektologie, doch das Bein musste abgenommen werden. Vor dem Hintergrund ihrer Herkunft ist es ein großes Problem, dass sie nicht gehen kann. Es ist ihr nicht mehr möglich zu arbeiten und sich somit in die Gesellschaft einzubringen. Leider haben wir seit dem 5. November die traurige Nachricht, dass Morelias Eltern nicht mit einem medizinischen Eingriff einverstanden sind. Unsere Kontaktperson Patricia Peñaherrera schreibt: 'wegen der Bräuche ihres Stammes haben sich die Eltern dagegen ausgesprochen. Wir müssen diese Entscheidung akzeptieren, auch wenn es schwer fällt.'
Steven Carrasco
Steven ist 13 Jahre alt und kommt aus dem ca. 200 km südlich von Quito gelegenen Rio Bamba. Er kam in der Hütte seiner Familie mit der Stromleitung in Berührung, die über der Spüle angebracht ist. Dies führte zu Brandverletzungen am ganzen Körper und er lag ca. eineinhalb Monate auf der Station für Verbrennungen im Kinderkrankenhaus, bis die Ärzte seinen linken Arm und sein linkes Bein amputieren mussten. Der Junge wollte aufgeben und sah keine Perspektiven mehr, doch seine Eltern warteten die gesamten 3 Monate, bis ihr Sohn entlassen wurde. Bevor sie vorübergehend nach Hause gingen, baten sie Philippa um Hilfe, denn es war ihnen unmöglich, eine Prothese zu bezahlen. Philippa versprach ihnen, ihr Möglichstes zu tun.
![]() Steven im Juli 2008 |
![]() Steven im Mai 2009 |
Mit der unglaublichen Hilfe von ungefähr 300 Spendern wurde es möglich, Steven nicht nur seine Beinprothese, sondern auch eine Armprothese zu finanzieren. Steven hat sich mittlerweile gut an die Prothesen gewöhnt: Er kann ohne Hilfe gehen, sogar Treppen steigen, Volleyball spielen, Fahrrad fahren und die Schule besuchen. Auch wenn er die Armprothese manchmal noch ablegt, kann er sehr gut damit umgehen und beispielsweise einen Computer bedienen. Steven und seine Eltern sind überglücklich. Im Mai hatte Kolja Gelegenheit, Steven und seine Familie zu treffen und sich von seiner positiven Entwicklung zu überzeugen.

Steven, seine Familie, Patricia (ganz rechts) und Kolja (zweite von links) im Mai 2010
Aufgrund seines Wachstums war bei Steven im Frühjahr 2011 eine Anpassung seiner Prothese notwendig. Dank der Rücklagen, die durch die Spendenaktion zu seinen Gunsten gebildet wurden, konnten wir den notwendigen Betrag überweisen.












